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Der Autor

Christian Kirchner
Christian Kirchner, geboren am 24. Januar 1975 in Neuwied am Rhein, verheiratet, ein Kind

  • Abitur am Johannesgymnasium Lahnstein (1995)
  • Magisterstudium der Politologie und Germanistik an der Uni Mannheim (1995-2001)
  • Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten der Verlagsgruppe Handelsblatt (2002-2003)
  • Finanzredakteur Verlagsgruppe Handelsblatt 2003-2008, u.a. verantwortlich für die Beilage „New Investor“ (2006-2008)
  • ltd. Redakteur und stv. Ressortleiter Financial Times Deutschland / Capital (2008-2012)
  • Elternzeit & freier Autor SPIEGEL ONLINE Februar 2013 – März 2014
  • seit 1. April 2014 Korrespondent Frankfurt für das Wirtschaftsmagazin CAPITAL

Einblicke in das wahre Leben jenseits von Uni und Kapitalmärkten im Rahmen von Ferien- und Nebenjobs u.a. als Regaleinräumer bei Toom (1991-1992), Tankstellenkassierer bei Agip (1992-1995), Fließbandarbeiter im Aluminiumwerk Hoogovens (1994&1995), Campingplatzbewacher bei Raab Karcher Security (1996), Helfer beim Technischen Hilfswerk Mannheim (1995-2001), Telefoninterviewer bei der Forschungsgruppe Wahlen (1996-1998), Hilfswissenschaftler am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (1996-1999), Online-Redakteur bei der Siebel GmbH (1998-2001)

Privat: Ich mag frische Luft, Großstädte, Ausgehen, Lachen, Lästern, Wandern in den Bergen im Sommer, die Sonne Südfrankreichs im Winter, Siege des 1. FC Köln, bedeutungslosen Unterklassenfußball im Stadion, aber keine Rosinen und keinen Dosenthunfisch.

Und sonst so?

„….. BASF 535, 50 plus achtzig Pfennige, Bayer 471,20 – unverändert, Contigummi 722,50 plus eine Mark achtzig, Kaufhof 822,50 minus drei Mark zwanzig….“ – ich habe die sonore Stimme des Sprechers des Südwestfunks aus dem Radio in der Küche meiner Eltern noch immer in meinem Ohr. Es ist das Jahr 1984 oder 1985, so genau weiß ich es nicht mehr. Schule aus ist immer so um eins. Um halb zwei endete damals der Handel der Frankfurter Börse, und im Anschluss an die 14-Uhr-Nachrichten las der Nachrichtensprecher auf SWF 3 stets die Schlusskurse der wichtigsten deutschen Standardwerte samt Veränderung zum Vortag vor.

Ich war verwirrt. Plus 80 Pfennige? Sollte das etwa heißen, wenn ich gestern eine BASF gekauft hätte, könnte ich sie heute für 80 Pfennige mehr verkaufen und diese 80 Pfennige einstreichen? Und sonst einfach warten? Ist es wirklich SO einfach mit dem Geld?

Der Rest der Geschichte im Telegrammstil: 1992 ein Schülerpraktikum bei der Commerzbank, 1992 die ersten Fondsanteile vom Taschengeld, 1993 die ersten Aktien, 1994 Kunde bei „Aktia Online“, das den Download und die Chartanalyse von Kursdaten von den Börsen per 2400-Baud-Modem und Ferngespräch nach München auf dem heimischen Windows-PC ermöglichte, 1994 die ersten Optionsscheine, 1995 der erste (von zwei) Totalverlusten nach dem Kobe-Beben, 1998 bis 2000 knietief in der New-Economy-Euphorie, seitdem geläutert und geduldiger Investor.

Auf die Idee, meine Begeisterung für Kapitalmärkte und Geldanlage zum Beruf zu machen, kam ich erst spät mit dem Volontariat 2002, bin aber heute wie am ersten Tag begeistert, mich den ganzen Tag mit Themen und Menschen zu beschäftigen, die mir großen Spaß machen!

4 Kommentare
  1. wolf1973 permalink

    Ja das Kommt dadurch das jeder um sein Erspartes Betrogen (bestohlen) wird
    durch dieses Betrugs System.

    Das Angesparte muss Versteuert werden (Riester)
    Bis zur Auszahlung ist das Geld schon woanders- Insolvenz usw…

    Das sind nun mal die Fakten,ich habe erkannt das dieses System nur denen Dient die diversen Papieren,Derivaten,Zertifikate,Versicherungen ectr.. an den Markt, Alles Wertlos, sind nicht Gedeckt mit Realen Werten.

    Ich habe ein Eigenständiges Denken und mache mir selber ein Bild,
    Dazu brauche ich keine Lügen Medien und bezahlte Wirtschafts- Lügner
    Das haben bereits auch viele andere erkannt.
    Die Zeiten sind vorbei und die Menschen lassen sich nicht mehr Manipulieren und Belügen!

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/02/oesterreicher-planen-sammelklage-gegen-kredit-system-der-banken/

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/vorsorge-und-geldanlage-anleger-verschwenden-geld-a-953572.html

    Wir Kooperieren nicht mehr mit diesen System, deshalb wir es Zusammenbrechen und Untergehen.

    Es ist bereits fast soweit.

    Ich Wünschen noch einen schönen Tag.

  2. Hallo Christian! Zuerst einmal möchte ich sagen: Also ich mag Dosenthunfisch ;-). Ansonsten hast Du einen echt sympathischen und lesenswerten Finanzblog hier. Ich schreibe gerade ein Gratis-eBook „Die 50 besten Finanzseiten“. Und Deinen Blog wollte ich mit aufnehmen. Ich habe Dir deshalb Mitte April schon mal eine E-Mail mit ein paar Fragen geschrieben, ist die angekommen? Über eine Antwort würde ich mich freuen. Viele Grüße, Alex

  3. Ulrich Ziemes permalink

    Sehr geehrter Herr Kirchner,

    Ich lese gerade noch einmal ihren Artikel:
    „Wie die toten Fische“ zu ETFs v. 28.02.2011, S. 24 der FTD.
    Ein hervorragender Artikel übrigens.
    Ihre letzten Artikel zu ETFs scheinen wohlwollender gegenüber Indexprodukten geworden zu sein.
    Ich frage mich, ob Sie zu Ihren damaligen Aussagen noch stehen oder mussten sie diese revidieren?
    Oder ist der Druck aus der Marktnachfrage so groß geworden, dass Sie der Welle nicht im Wege stehen wollen. 😉

    • Hallo,

      oh nein, keine Missverständnisse. Ich stand und stehe ETFs sehr positiv gegenüber. Sind doch ein tolles Instrument für einen günstigen Vermögensaufbau. Und ob Sie kapitalgewichtete Indizes am Ende ein paar Basispunkte Rendite kosten, ist nicht so entscheidend, zumindest nicht, wenn man es vergleicht mit 1,5% Gebühren für eine wahrscheinlicher Underperformance mit aktiven Produkten. Der Artikel ist jetzt ja auch fünf Jahre alt, damals war die logische Folge daraus (Smart Beta) noch ein Nischen-Nischen-Thema.

      Ich würde sogar einen Schritt weitergehen und sagen, dass ich in den letzten ein bis zwei Jahren eher ein wenig kritischer geworden bin gegenüber ETFs. Das hat – erstens – mit dem Produktversprechen an sich zu tun, in dem Liqudität versprochen wird, die es vielleicht nur in guten Zeiten gibt, weil sich die Dinge längst verselbständigt haben. Wissen das wirklich alle Käufer, wie illiquide die zugrunde liegenden Wertpapiere sind, auf die sie ETFs kaufen? Ich hatte das im vergangenen Frühjahr den Chef des weltgrößten Indexfondsanbieters gefragt, er war der Meinung, dass Investoren lernen müssten, was sie da kauften und dass eben dann ETFs auch mal weit unter oder über dem Wert der enthaltenen Papiere gehandelt werden können – wofür man selbst als Anbieter ja nichts könne, das sei eben Zweck eines Markts. Wissen das alle Käufer?

      Das hat aber – zweitens und wichtiger – damit zu tun, dass ich die Debatte aktiv vs. passiv, ETF vs. klassischem Fonds, Dax-ETF statt Tagesgeld…. für ziemlich akademisch bzw. irrelevant für die meisten Anleger halte. Die brauchen viel eher eine realistische Selbsteinschätzung in Sachen Nerven, wenn es mal kracht als Hinweise, dass ein Dax ETF zu 0,09% Gebühren eine tolle Sache sei. Und meine Freunde mögen zwar ständig lesen und hören (zum Beispiel von mir), dass ETFs eine tolle Sache sind. Das haben sie schon so oft gehört und gelesen, dass sie es glauben und auch glauben, damit vieles richtig zu machen.

      Aber in der Praxis sind sie mit 15 Dax-ETFs mit kryptischen Kürzeln konfrontiert, haben Angst, den falschen zu nehmen und brauchen dann doch jemanden, der ihnen eine ISIN zuwirft. Die ETFs werden ihnen aber das Risiko, vielleicht mal 50% unter Wasser zu stehen, auch nicht weghexen können. Und für 0,09% Gebühren p.a. gibt’s auch keinen, der dann mal Händchen hält. Zur Honorarberatung ist kaum jemand bereit.

      Um es mal etwas provokant zu formulieren: Emotional cool und rational sind vielleicht fünf bis zehn Prozent aller Anleger, um einen ETF zu kaufen und zu halten. Das ist schon sehr optimistisch geschätzt, es könnten auch weniger als fünf Prozent sein, wenn ich Studien dazu im Kopf habe zB von Prof. Thorsten Hens. Viele meiner schreibenden und bloggenden Kollegen nehmen dies allerdings zum Anlass, den übrigen 90 bis 95 Prozent vorzuhalten, sie sollten doch genau so werden wie die fünf bis zehn Prozent und ETFs kaufen und halten. Das ist aber nach meinem Dafürhalten ein selten von Erfolg geprägt, weder die Aufforderung noch die Ergebnisse. Ich finde: man müste der Verhaltensökonomik, der Risikotragfähigkeit und vor allem den kulturellen Gründen für die Aktienaversion einen größeren Raum einräumen als dieser Scheindebatte aktiv vs. passiv. Das gilt im übrigen auch für die anderen großen Linien, mit denen ich mich gerne beschäftige: Kaufen versus Mieten zum Beispiel.

      Ich hatte das hier auch mal zusammen gefasst (auch wenn das jetzt hier wieder ein längeres Traktat wurde ;-): https://menschenzahlensensationen.wordpress.com/2015/03/31/warum-indexfonds-nicht-alle-anlageprobleme-losen-werden/

      Viele Grüße,
      Ihr
      Christian Kirchner

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